framerate.de....der tägliche wahn

stalker
shadow of chernobyl
gsc game world / thq


aufgemerkt!
die hier besprochene englische ausgabe
des spiels hat keine jugendfreigabe
gemäss § 14 juschg.





















alle screenshots wurden ursprünglich
in 1280x1024x32 und mittleren details aufgenommen.

in dieser einstellung
läuft das spiel auf einem xp3200+, 1024mb ram und
einer geforce 7600gt mit 256mb absolut flüssig.

angespielt: stalker
30. märz 2007 von fischmac27

stalker ist da. nach fast fünf jahren entwicklungszeit ist das spiel tatsächlich anfang der woche bei mir angekommen. das erstaunliche daran ist aber wohl die tatsache, dass stalker trotz des ganzen rumgemaches im vorfeld ein richtig gutes spiel geworden ist. und ein relativ ungewöhnliches dazu.

gut, gut. auf den ersten blick ist stalker im grunde auch nur ein ego-shooter wie all die dooms, farcrys, half-lifes, quakes und wie sie alle heissen mögen. doch es fühlt sich nicht so an. es spielt sich auch nicht so. und das ist gut.

mittlerweile habe ich rund fünfzehn stunden in der zone verbracht und kann sagen, dass stalker mir von anfang an so viel spass gemacht, wie kaum ein anderer shooter. auf den zweiten blick, wenn man sich das spiel genauer anschaut, merkt man schnell, dass es eben doch kein shooter im quake-sinne ist.

sicher, man verbringt viel zeit damit, sich wilde schiessereien mit verschiedenen gruppierungen zu liefern oder irgendewelche dungeons bzw. gebäude mit der wumme im anschlag zu erkunden - wie üblich. während das bei anderen shootern aber auch schon alles ist, bietet stalker noch einiges mehr.

zwischen dem geballer, das übrigends sehr fordernd ist, da die ki zumindest für shooter-verhältnisse taktisch teilweise extrem clever agiert, oder besser gesagt um die ganze wilde action herum, wird eine ungeheuer spannende geschichte erzählt.

das alles haben die entwickler in eine faszinierende endzeit-atmosphäre verpackt. stalker spielt sich nicht in einer sterilensci-fi-umgebung (doom) oder einem hochglanz-universum (farcry) ab, es entführt den spieler mit dem grandiosen
render-intro in die alptraumhafte welt einer nuklearen katastrophe.

ähnlich wie in rollenspielen gibt es neben der haupt-mission, die die story weiter vorantreibt, auch freiwillige aufträge in jedem gebiet, für deren erledigung man entweder geld oder bessere ausrüstungsgegenstände bekommt. ausserdem steigt so das eigene ansehen bei bestimmten fraktionen, während es sich bei anderen logischerweise verschlechtert.
dazwischen man kann mit npcs handel treiben und informationen austauschen oder auch einfach die sehr stimmige welt erkunden. an allen ecken und enden gibt es dinge zu entdecken, was den eindruck einer lebendigen welt noch weiter verstärkt.

tja was soll ich noch gross erzählen? stalker sieht auch auf langsamen rechnern sehr gut aus (siehe screenshots). der tolle soundtrack passt ausgezeichnet, genauso wie die stimmen der npcs (in der englischen version). die klassische wsad-steuerung ist ohnehin über jeden zweifel erhaben.

wenn man unbedingt ein haar in der suppe finden wollte, könnte man schreiben, dass die laufwege manchmal ein bisschen zu lange geraten sind und dass zwischen den eizelnen leveln teils ein bisschen sehr lange nachgeladen wird.
will ich aber nicht, da das spiel mir mit dem wunderbaren pda ein allround-werkzeug in die hand drückt, das zwar komplett aus doom3 geklaut ist, aber in stalker viel besser funktioniert. wen interessieren da noch haare ;)

wie oben geschrieben habe ich zwar erst so um die 15 stunden stalker gespielt, doch ich glaube ich kann schon jetzt feststellen, dass stalker bis auf wenige kleinigkeiten rundum gelungen ist.