framerate.de....der tägliche wahn


command & conquer
tiberium wars
(kane edition)
von
electronic arts

release
am 28.03.2007

usk ab 18

demo-download
bei ea



















(klick mich!)































angespielt: command & conquer 3 demo
05. märz 2007 von frömps

nach längerer c&c-abstinenz - das recht gute "generals" samt addon ist auch schon mehr als 3 jahre alt, kehrt einer der urväter der echtzeit-strategie auf den heimischen bildschirm zurück. teil 3 greift das szenario des ersten und des unsäglich schlechten 2. teils, "tiberian sun" auf, in dem die beiden parteien gdi und bruderschaft von nod um die weltherrschaft ringen. auch eine dritte partei, ausserirdische namens "scrin", soll sich im späteren spielverlauf einmischen. treibstoff für den krieg ist das sogenannte tiberium, eine grünliche, kristalline substanz, die als energiequelle dient und sich über die gesamte erde auszubreiten und diese unbewohnbar zu machen droht.

wer mutig genug ist, 1.2gb (!) runterzuladen, sollte nochmals knapp 3gb auf seiner festplatte vorhalten für die eigentliche installation. der erste startversuch der demo war auch von einer fehlermeldung einer nicht vorhandenen dll-datei begleitet, aber nach aktualisierung von direct X konnte es dann doch losgehen.

veteranen der c&c-reihe finden sich auf dem schlachtfeld bestimmt gleich zurecht, ein kleines tutorial hilft bei der eingewöhnung. atmosphäre und bedienungselemente entsprechen doch sehr dem ersten c&c, auch das "vertikale" baumenü wurde reaktiviert. die grafik ist etwa auf dem stand von c&c generals, mit einigen zusätzlichen effekten wie schattenwurf, eindrucksvollen explosionen und stimmungsvollen details wie flirrender luft hinter den triebwerken der transportflugzeuge. der ganze augenschmaus kostet aber auch ordentlich rechenkraft, beim aufeinandertreffen vieler einheiten und dem daraus resultierenden geballer machte sich bei mir doch ein leichtes ruckeln bemerkbar (trotz core 2 duo 2.33ghz und radeon X1600). das spiel sieht aber auch bei mittlerer detailstufe hübsch aus.

das rad hat ea mit diesem spiel jedoch nicht neu erfunden, sämtliche einheiten, zumindest auf seiten der gdi, der einzig spielbaren partei in dieser demo, kennt man bereits aus dem ur-c&c. von den orka-flugzeugen über die mammut-panzer bis zum ingenieur, der immer noch feindliche gebäude übernehmen kann, ist alles dabei, was der c&c-veteran kennt. auch beim basisbau gibt es wenig überraschungen: die tiberium-raffinerie und der zugehörige sammler sorgen für die nötigen credits, kraftwerke versorgen die gebäude mit energie und sind ein beliebtes angriffsziel, um eine komplette basis lahmzulegen. neu ist der mobile bauhof, der sich jederzeit in ein fahrzeug verwandeln kann, um an anderer stelle eine neue basis zu errichten. weiterhin gibt es forschungsgebäude, die bessere fahrzeuge und infanterie-einheiten freischalten sowie waffen-upgrades und spezialausrüstungen gegen credits ermöglichen. infantierie-einheiten baut man nicht mehr einzeln, sondern erhält mit einem bauauftrag ein ganzes squad, welches auch gebäude besetzen kann und somit bis zur zerstörung desselben durch den gegner vor beschuss geschützt ist.
einheiten können an erfahrung gewinnen und bis zu drei stufen aufsteigen, wobei sich durchschlagskraft der waffen erhöht und die einheit weniger schaden nimmt, wie auch bereits aus generals bekannt. ganz nützlich ist die funktion, die ausrichtung von neuen gebäuden beim platzieren zu verändern. dadurch kann z.b. bei der fahrzeugfabrik die ausfahrt in richtung frontlinie gedreht werden, sodass neu gebaute fahrzeuge nicht erst um das gebäude herumfahren müssen. ansonsten hat man die bei den meisten echtzeit-strategiespielen übliche steuerungsmöglichkeiten wie das anlegen von gruppen, auswahl gleicher einheiten per doppelklick, wegpunkte für einheiten oder auch spezialangriffe per tastaturkürzel. das ist wie fahradfahren, das verlernt man nicht.

die demo bietet einen kurzen einblick in die gdi-kampagne (2 spielbare missionen) sowie die möglichkeit, ein freies spiel gegen einen nod-computergegner zu bestreiten. die ki stellt sich dabei nicht allzu dumm an, sondern greift die heimische basis aus verschiedenen richtungen mit wechselnden truppentypen an.
mit von der partie sind auch die zwischensequenzen, die command & conquer teil 1 so berühmt gemacht haben. entgegen dem trend, alles in spielegrafik zu inszenieren, hat man einige mehr oder weniger bekannte schauspieler verpflichtet, um der geschichte leben einzhauchen, darunter beispielsweise michael ironside (starship troopers) oder grace park (aus der serie "battlestar galactica"). auch ein wiedersehen mit kane, dem anführer der bruderschaft von nod (der es unter dem namen fabien barthez im letzten jahr immerhin zum fussball-vizeweltmeister gebracht hat), bleibt einem nicht vorenthalten.

alles in allem gelingt es dem spiel, die atmosphäre des ur-c&c einzufangen und mit nützlichen spielelementen der generals-reihe zu kombinieren. wer teil eins wie ich bis zum abwinken gespielt hat und c&c generals gut fand, kommt auch an diesem spiel nicht vorbei. da können wohl auch die ausserirdischen nichts mehr versauen.