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overlord
triumph studios
codemasters
usk ab 16









screenshots,
infos, usw. findet
man z.b. auf
codemasters.de




































angespielt: overlord
22.juli 2007 von merkosh

von der spielepresse als kleiner geheimtipp beweihräuchert habe auch ich mich an das spiel overlord gewagt. erwartet habe ich etwas ähnliches wie dungeon keeper seinerzeit.

bekommen habe ich einen sauron-verschnitt, der mit seinen schergen - die witzigerweise aussehen wie kleine wichtel aus wow - die ländereien unsicher macht. spass macht das zweifelsohne, wenn man einmal das tutorial gemeistert hat und sich nicht mehr über die verkorkste steuerung aufregen muss.

moment mal? verkorkste steuerung? richtig. overlord ist eine konsolenumsetzung. sie sieht grafisch gut aus, aber die steuerung mit der tastatur ist in manchen situationen schlichtweg ein graus und auch die mauskontrolle erfordert oft mehr glück als geschicklichtkeit. eine art fadenkreuz gibt es nicht bei overlord und auch dass es nur vier schergen-arten und vier verschiedene zauber gibt lässt einen merken, dass dieses spiel ursprünglich für eine konsole gemacht wurde.

die grafik ist an sich nicht schlecht, allerdings sollte man hier kein feuerwerk an spezialeffekten erwarten. das muss man hier allerdings auch nicht haben, es ist gut so wie es ist. einzig die feuerbälle der roten schergen könnten schon ein wenig mehr hergeben.

warum also tut man sich dieses spiel an? nun, weil es eben doch spass macht.
es ist schon irgendwie nett, wenn die kleinen schergen ankommen, einem freudestrahlend ein beutel gold entgegenhalten und man ein freudiges "für den meister" hört. oder ein neckisches "töten...plündern" wenn man sie aussendet. obwohl es immer wieder die gleichen sätze sind, nerven sie nicht.

ganz anders als der hofnarr im turm, den man übernommen hat. gottseidank kann man dem ab und an einen tritt verpassen. selbigen turm kann man nach einiger zeit auch anfangen auszubauen, sinn und zweck dahinter blieb mir bisher allerdings verborgen. es sieht halt gut aus. und so ein roter teppich macht schon was her neben den jungfrauen, die einem geopfert wurden und nun den boden schrubben.

leider gibt es neben dem spielspass aber auch einige kleinere ärgernisse. die quest-beschreibungen sind mieserabel, geben oft keine anhaltspunkte. so soll man beispielsweise das nest der roten schergen finden. wo sich das versteckt erfährt man aber nicht, also klappert man mühsam alle wege ab - minikarte fehlanzeige.
genauso wie eine speicherfunktion. ein weiterer punkt an dem man deutlich merkt, dass overlord ursprünglich ein konsolen-
titel ist. ich kann nur abspeichern wenn es das spiel erlaubt oder ich in den turm zurückspringe. genug wegpunkte dafür gibt es. nachdem ich zurückkehre muss ich immer wieder die gleichen monster töten, nur die bossgegner sind davon ausgenommen. eine monsterfreie zone entsteht so nie. das hat zwar den vorteil, dass ich immer genug schergenenergie sammeln kann, nervt aber irgendwann an manchen stellen gewaltig.

fazit:
alles in allem ist overlord trotz der angesprochenen macken recht gelungen. es macht spass und bringt eine nette atmospähe mit sich. die schergen quasseln ohne unterlass, witzige sprüche gibts in nahezu jeder situation. man kann seinen turm verändern, waffen und rüstungen schmieden und nach versteckten objekten suchen, die einem das leben erleichtern.
die entwickler sollten allerdings noch einmal dringend hand anlegen und dem spiel eine minikarte spendieren. ich bin mir sicher, auch ein konsolero würde sich
darüber sehr freuen.


auf den multiplayerteil habe ich mich bisher nicht gestürzt, hauptsächlich weil bei einem solchen spiel für mich kein anreiz vorhanden ist, es mit mehreren leuten zu spielen.

ansonsten bleibt mir nur zu sagen:
wir brauchen mehr overlords.