framerate.de....der tägliche wahn


tenacious d
kings of rock
usa 2006, 93 min.
regie liam lynch
fsk ab 12





























tenacious d - kings of rock
12. februar 2007 von fischmac27

ich habe lange überlegt, doch eine andere bezeichnung als >einfach nur geil< wird diesem film nicht gerecht.
tenacious d - kings of rock ist das abgefahrenste stück unterhaltung, das ich seit langem gesehen habe. zumindest in der englischen original-version tenacious d in the pick of destiny, die ich jedem nur ausdrücklich ans herz legen kann. der film enthält soviel unübersetzbaren wortwitz, das kann auf deutsch einfach nix werden.

die geschichte ist wunderbar. der kleine jack black ist das schwarze schaf einer tief religiösen famile, irgendwo in einem mickrigen, bigotten amerikanischen kaff. seinen wunsch, der grösste rocker aller zeiten zu werden, kann papa meat loaf nicht wirklich nachvollziehen - im gegenteil, es kommt zu einem heftigen streit.

der sehr verunsicherte kleine jb bittet daraufhin niemand geringeren als metal-gott ronnie james dio um hilfe, der alsbald zu ihm predigt.
nach hollywood gilt es zu pilgern, denn dort - und nur dort - wird jb die grösste rockband aller zeiten begründen.

in hollywood angekommen trifft jb auf kyle gass - wen auch sonst, die beiden haben schliesslich auch das drehbuch geschrieben - mit dem er die band tenacious d gründet. doch eines fehlt noch, um die ultimative rock-hymne schreiben zu können: das mächtige plektrum des schicksals, geschmiedet in grauer vorzeit aus einem zahn des teufels selbst. eddie van halen hat damit gespielt, pete townshend und angus young haben einst damit gespielt und nun muss jb damit spielen. er muss ganz einfach...

wenn in kings of rock nicht gerade gesungen oder ausgiebig geflucht wird, wird ziemlich viel ziemlich albernes zeug gemacht oder alles miteinander kombiniert. der film ist von vorne bis hinten absolut durchgeknallt. die songs sind prima und es geben sich allerlei film- und musik-grössen in kleinen nebenrollen die ehre - allein schon dave grohl als satan ist das eintrittsgeld mehr als wert.
wer mit dem teils etwas abgedrehten humor etwas anfangen kann, der darf sich auf das skurrilste und längste musik-video aller zeiten freuen. alle anderen dürfen selbstverständlich auch weiterhin zum lachen in den keller gehen.