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bioshock
2k games
usk ab 18














weitere
screenshots,
infos, die demo,
usw. findet man
z.b. auf
2kgames.com












































































































































bioshock
28. august 2007 von fischmac27 und chopps

beeindruckend. atemberaubend. aussergewöhnlich.
eine augenweide. ein hörgenuss.
düster. blutig. dreckig. brutal.
bioshock ist all das. und mehr noch.

allerdings erst, wenn man die installations-prozedur unbeschadet überstanden hat. die läuft zunächst so ab, wie man das kennt: dvd einlegen, zielverzeichnis angeben, irgendwann die serien-nr eintippen. dann wirds abenteuerlich.

eine auto-update funktion, die nicht abgebrochen werden kann, sucht via internet nach aktuellen patches, die nach dem download das spiel auf den aktuellen stand bringen. an sich eine hervorragende idee, die derzeit allerdings an einer reichlich sub-optimalen technischen umsetzung krankt.
am 23. brachte die stets freundliche dhl-mitarbeiterin das päckchen, doch erst am 24. konnte ich den patch herunterladen. die entsprechenden server von 2k games waren samt und sonders abgeschmiert, die installation konnte also nicht beendet werden. doch damit nicht genug.
ähnlich wie windows oder ein office-paket muss das spiel vor dem ersten start aktiviert werden, ebenfalls via internet. was ich leider nicht sofort nach der installation tun konnte, da – man ahnt es schon - die entsprechenden aktivierungs-server vorrübergehend nicht erreichbar waren.
als lösung wurde angeboten, per email eine anfrage an mail@securom.com zu schicken, die einen anfrage-code und die serien-nr des spiels enthalten muss. als antwort sollte man dann einen freischalt-code erhalten, der erlaubt, das spiel manuell zu aktivieren. ich habe eine derartige mail an securom geschickt. einen freischaltcode habe ich bis heute nicht erhalten. eine automatisch generierte mail kam zurück - sage und schreibe einen ganzen tag später. ausser ein paar sehr allgemeinen floskeln hatte die nichts zu bieten, den dringend benötigten freischaltcode schon garnicht.
irgendwann funktionierte die freischalterei dann glücklicherweise wieder. schöne scheisse sowas. ganz dickes minus. eigentlich ein sehr guter grund, das spiel überhaupt nicht zu kaufen.

bleibt die frage, wie jemand das spiel installieren soll, der keinen internet-zugang
zur verfügung hat. hätte ich bioshock beispielsweis im letzten urlaub spielen
wollen, ich hätte mich wohl ziemlich geärgert. ein single-player-shooter, der eine internet-verbindung zwingend voraussetzt – wo gibts denn bitte sowas bescheuertes?!?

glücklicherweise waren das aber so ziemlich alle kritikpunkte, die uns aufgefallen sind. die sind zwar in der tat gravierend, haben aber mit dem eigentlichen spiel rein garnichts zu tun. denn im gegensatz zur beschränkt-bescheuerten installation ist alles was danach kommt mindestens überdurchschnittlich, oft sogar herausragend.

ungewöhnlich und angenehm unverbraucht ist neben dem setting auch die geschichte, die das spiel erzählt – obwohl man zu beginn nur sehr wenig erfährt und nicht weiss, was in rapture eigentlich genau schief gelaufen ist. oder was rapture eigentlich ist.

das intro verrät nicht wirklich viel. unser protagonist sitzt rauchend in einem flugzeug, das mitten über dem ozean abstürzt. als er nach dem crash auftaucht findet er sich inmitten von wrack-teilen wieder, doch liegt eine kleine insel, auf der ein leuchtturm in den pechschwarzen nachthimmel ragt, in schwimmreichweite.

mit der sehr gut funktionierenden wsad-steuerung - man fragt sich, wer bioshock freiwillig mit nem xbox controller spielen möchte - erreiche ich diesen turm schon bald. die tür ist unverschlossen und ich betrete schliesslich das, was ich zuerst für einen fahrstuhl halte. ist es im prinzip, wenn auch in form einer tauchkugel, die mich hinabträgt und nach einem rundflug schliesslich in der metro-station einer riesigen unterwasser-stadt abliefert. willkommen in rapture.

diese stadt sieht von aussen wahrlich beeindruckend – schon wieder dieses wort, aber was sollte ich tun? – aus, doch sobald meine tauchkugel andockt sehe ich, wie ein bewohner einen anderen mit zwei fies aussehenden, messerähnlichen waffen zerhackstückt bevor er wieder im allgegenwärtigen halbdunkel verschwindet.

hier liegt offenbar einiges im argen. wie sich schnell zeigt, sind nicht nur die einwohner fast ausnahmslos ziemlich durchgeknallt, auch um die bauwerke selbst steht es nicht zum besten. dampf quillt aus den rohren, wasser dringt ein wo es nicht sollte, das mobiliar ist teilweise sehr mitgenommen bis zerstört und literweise blut ziert gerne einmal fussboden und wände. schliesslich finde ich ein funkgerät. ein mann namens atlas, der seine sinne noch einigermassen beisammen zu haben scheint, bittet mich, seine familie zu finden und in sicherheit zu bringen. nun, wieso nicht, ich habe gerade sowieso nichts besseres zu tun ;)
das abenteuer beginnt.

onkel choppi hält bioshock gar für den besten single-player shooter aller zeiten, besser als stalker, besser als doom3, besser als half-life/2. und tatsächlich erreicht die atmosphäre einen grad der intensität, den es in spielen bis dato nur ganz ganz selten gegeben hat.

dafür ist zunächst einmal das technische grundgerüst verantwortlich. die grafik im 50er-jahre-look ist durchweg exzellent. die relativ kleinen und sehr überschaubar gestalteten levels sind an sich sehr linear und eigentlich relativ unspektakulär aufgebaut, doch wurden sie mit unmengen wunderschön gestalteter details verfeinert. das erklärt, wieso keine langeweile aufkommt, wenn man ein und die selbe stelle mehrmals passiert. man entdeckt ständig irgendetwas neues, das man aufgrund der fülle von optischen reizen zuvor schlicht übersehen hat.

nicht nur exzellent, nein, aussergewöhnlich ist das sound-
design des spiels. egal ob
man nun einfache stereo-lautsprecher oder ein high-end dolby ex 7.1 soundsystem benutzt, die sehr stimmungsvolle hintergrund musik gepaart mit den vielen geschickt eingesetzten effekten und den hervorragenden stimmen der sprecher jagen einem einen wohligen schauer nach dem anderen über den rücken.


wie schon in doom3 oder auch im quasi-vorgänger systemshock 2 findet man
immer wieder tagebuchartige tonbänder der bewohner, die wie mosaiksteine nach und nach ein sehr unschönes gesamt-bild von rapture zeichnen. die stadt wurde
von einem gewissen andrew ryan als domizil für wissenschaftler, künstler, usw. erbaut, die hier ohne jegliche beschränkungen und regeln ihre visionen verwirklichen sollten.


leider ist dieses experiment gründlich schief gelaufen, wozu die sogenannten plasmiden massgeblich beigetragen haben dürften. dies sind implantate, die aus einer substanz namens adam gewonnen werden und, einmal in den menschlichen körper eingepflanzt, dem wirt erhebliche genetische verbesserungen und mächtige, magisch anmutende fähigkeiten verleiht.
nach einiger zeit neigen diese mit adam aufgewerteten menschen dazu, verrückt und extrem gewalttätig werden, was schliesslich auch diese unmengen leichen erklärt, auf die man überall in rapture trifft. doch damit nicht genug. die mischung aus wahnsinn, politischen intrigen und das streben nach macht von einzelnen bringt das fragile gleichgewicht im einstmals blühenden unterwasser-utopia schliesslich zum einsturz. der verfall, das morden und sterben beginnt.

aus den vielen leichen gewinnen die little sisters mittels überdimensionierten nadelartigen werkzeugen neues adam. diese kleinen schwestern sehen nicht nur aus wie vierjährige mädchen, sie waren es wohl einst auch, bevor eine wissenschaftlerin namens tenenbaum sie in diese degenerierten erntemaschinen verwandelt hat.
diese kleinen mädchen stellen den spieler denn auch vor eine heftige wahl. einerseits kann man sie befreien, erhält dann aber vergleichsweise nur wenig von diesem kostbaren adam, mit dem auch wir nach und nach unsere fähigkeiten verbessern können. wenn wir der kleinen dagegen die lebenslichter auspusten, bekommen wir sehr viel mehr adam, wir werden also viel schneller sehr viel mächtiger.

kleine mädchen killen, die unserem helden zudem, nachdem wir ihre beschützer ausgeschaltet haben, völlig ausgeliefert sind und sich nicht einmal wehren – eine zumindest gruselige vorstellung. man überlegt sich in der tat mindestens zweimal, ob man das wirklich tun soll. ich habs gelassen.

aus all diesen dingen, der wunderschönen grafik, dem durchgestylten sound, den vielen details, dem sich nach und nach formenden gesamtbild einer gescheiterten welt und noch so vielen kleinigkeiten mehr entsteht eine bis dato in computerspielen einzigartige stimmung, die nur sehr schwer zu beschreiben ist. weshalb ich jedem nur dringend empfehlen kann, die rund 1.8gb grosse demo herunterzuladen.

wir sind von bioshock absolut begeistert. in momenten wie diesen finden wir es schade, dass wir kein wertungssystem benutzen. bioshock wäre ohne frage eine zehn von zehn. das entspricht in etwa einhundert prozent, liebe gamestar-leser ;)